Schulen

Decken, Licht, Tageslicht und Wandverkleidungen für Bildungsbauten

Akustik

Metalldecken sind ein Schlüssel zu optimaler Raumakustik

Mit sich ändernden pädagogischen Konzepten, ändert sich auch der Schulbau. Klassische Klassenraum-Flur Typologien werden verstärkt durch Cluster und offene Lernlandschaften abgelöst. Unabhängig von den Schulraumkonzepten ist gute Raumakustik eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Sie verbessert die Sprachverständlichkeit, steigert die Konzentration und Leistungsfähigkeit und fördert das Wohlbefinden. 


Die Nachhallzeit als raumakustische Planungsgröße

Maßgebliche Grundlage für die akustische Planung ist die DIN 18041, welche die Anforderungen an Nachhallzeit, Absorption und Störgeräuschpegel definiert. Für gutes Sprachverstehen ist ein Signal-Rausch-Abstand – also die Differenz zwischen dem Nutzschall (Sprache etc.) und dem Störschall (Lärm) – von mindestens 10-15 dB(A) erforderlich. Bei einer normalen Sprechlautstärke von etwa 50-55 dB(A) sollte der Störgeräuschpegel daher möglichst 35-40 dB(A) nicht überschreiten.

Um das zu erreichen, ist neben der Reduktion der Hintergrundgeräusche vor allem die Nachhallzeit entscheidend. Sie gibt die Zeit an, die der Schalldruckpegel braucht, um nach Abschalten der Schallquelle um 60 dB abzufallen, und kann durch schallabsorbierende Oberflächen beeinflusst werden. Zu lange Nachhallzeiten führen insbesondere im sprachrelevanten Frequenzbereich von ca. 250-2.000 Hz zu Silbenüberlagerungen und verminderter Sprachverständlichkeit. 

Die Anforderungen an die Nachhallzeit variiert je nach Raumgröße und Raumnutzung:

  • In Klassen-, Fach- und Gruppenräume bis 200 m³ sollte die Nachhallzeit ≤ 0,5 s betragen, in 200-400 m³ großen Räumen ≤ 0,6 s. Dies lässt sich sehr gut über eine schallabsorbierende Decke erreichen. In kleinen, rechtwinkligen Räumen mit glatten Wandflächen empfiehlt sich eine Kombination aus absorbierenden und gezielt reflektierenden Bereichen sowie gegebenenfalls ergänzende Wandabsorber.
  • Offene Unterrichtszonen wie Lernlandschaften erfordern die gleichen akustischen Qualitäten wie Klassenräume. Zusätzlich sind einzelne Bereiche z.B. durch mobile Schallschirme (≥ 1,6 m Höhe) akustisch voneinander zu trennen.
  • FürLehrerzimmer, Besprechungsräume und Bibliotheken gilt in der Regel eine Nachhallzeit von ≤ 0,6 s. Besonders in Bibliotheken wirkt die Möblierung bereits schalldämpfend, sodass der Fokus bei akustischen Optimierungen häufig auf der Deckenfläche liegt.
  • Eine hohe Personenbelegung und viele gleichzeitige Gespräche in Mensen und Cafeterien erhöhen die Anforderungen an die Schallabsorption. Die zulässige Nachhallzeit hängt hierbei vom Raumvolumen ab: bis 500 m³: ≤ 0,8 s | 500–2.000 m³: ≤ 1,0 s | über 2.000 m³: ≤ 1,2 s
    Ohne ausreichende Schallabsorption steigt der Gesamtschallpegel durch gegenseitige „Aufschaukelung“ der Gespräche (Lombard-Effekt) an. Eine akustisch wirksame Deckengestaltung ist hier das zentrale Element zur Sicherstellung der Aufenthaltsqualität.
  • Die Anforderungen Aulen und Veranstaltungsräume unterscheiden sich je nach Hauptnutzung (Sprache oder Musik). Für sprachdominierte Nutzung sind kürzere Nachhallzeiten erforderlich als für kombinierte Musik- und Sprachnutzung. Auch hier erfolgt die Auslegung volumenabhängig.
  • Für Sporthallen gelten, je nach Volumen, Nachhallzeiten zwischen etwa 1,3-1,8 s. Ziel ist die Begrenzung hoher Spitzen- und Dauerpegel sowie die Sicherstellung der Sprachverständlichkeit bei Durchsagen. Neben Wandflächen kommt der Decke eine zentrale Rolle zu, da sie großflächig und nutzungsneutral ausgebildet werden kann.
  • In Fluren, Foyers und Pausenhallen sind entweder definierte Nachhallzeiten (z.B. ≤ 1,0 s) oder Mindestanforderungen an das Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen einzuhalten. Denn besonders in stark frequentierten Bereichen ist eine großflächig wirksame Absorption entscheidend.


Die Schlüsselrolle von abgehängten Metallakustikdecken für die Raumakustik

In Schulen ist die Decke in der Regel die größte zusammenhängende, frei planbare Fläche. Dadurch übernimmt sie eine Schlüsselrolle bei der Einhaltung der normativen akustischen Anforderungen. Robuste, nicht-brennbare Metallakustikdecken eignen sich dabei hervorragend für eine gezielte Reduzierung der Nachhallzeit im für das Hörverstehen relevanten Frequenzbereich von etwa 100 bis 5.000 Hz. 

In Klassenräumen genügt dabei häufig eine vollflächig wirksame Akustikdecke. In größeren oder akustisch sensiblen Räumen kann die Metalldecke gezielt mit (teil-)reflektierenden Bereichen kombiniert werden, um frühe Reflexionen zur Unterstützung der Sprachübertragung zu nutzen. 

Unsere Metalldecken vereinen hohe akustische Wirksamkeit mit großer gestalterischer Freiheit und ermöglichen so akustische Funktionalität, ohne auf anspruchsvolles Design zu verzichten.


Empfohlene Decken

 

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Klimatisierung

Komfort und Energieeffizienz durch Klimadecken

In Deutschland gibt es keine eigenständige bundesweite „Schul-Temperaturverordnung“. Schulen orientieren sich deshalb an der Arbeitsstättenverordnung und den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A3.5). Die dortigen Vorgaben gelten für Lehrkräfte, aber auch für Schüler, da die ArbStättV nicht zwischen Erwachsenen und Kindern unterscheidet:

  • Diese Regelungen sehen bei einer leichten, sitzenden Tätigkeit eine Mindestraumtemperatur von 20 °C vor. Ab Temperaturen über 26 °C werden Maßnahmen wie z.B. Lüften oder Sonnenschutz empfohlen.
  • In Sporthallen sollte eine Raumtemperatur von 19 °C eingehalten werden.
  • In anderen Bereichen, wie beispielsweise Pausen-, Sanitär-, Umkleideräumen und Mensen, sollten während der Nutzungsdauer mindestens 21 °C herrschen.


Temperieren mit Konvektion und Strahlung

Klimadecken aus Metall regulieren die Raumtemperatur durch Strahlung und Konvektion.

Beim Kühlen zirkuliert kaltes Wasser durch ein Leitungssystem, das an der Metalldecke installiert ist. Dadurch kühlt sich die Oberfläche auf die gewünschte Temperatur ab. Die warme Luft kühlt sich an der Decke ab und sinkt wieder runter. Diese Zirkulation (Konvektion) macht ca. 40 % der Wärmeübertragung aus. Die verbleibenden 60 % erfolgen durch Wärmestrahlung. Hierbei absorbiert die Decke die Infrarotstrahlung, die Menschen, Wände, Böden etc. senden und führt sie über das Wasser ab.

Beim Heizen werden ca. 10 % der Wärmeenergie durch Konvektion an den Raum abgegeben, d.h. die warme Luft steigt nach oben und verbleibt zum großen Teil dort. 90 % der Wärme dagegen wird durch Strahlung an den Raum und die darin befindlichen Personen abgegeben und von ihnen absorbiert.


Vorteile von Klimadecken aus Metall

Klimadecken aus Metall bieten eine raumsparende, moderne und komfortable Lösung für die Raumtemperierung und haben mehrere Vorteile gegenüber reinen Luftklimaanlagen. Sie regulieren die Raumtemperatur gleichmäßig, hygienisch, geräuschlos, ohne Zugluft und zeichnen sich durch lange Lebensdauer und hohe Energieeffizienz aus. Zusätzlich lassen sich Sprinkler, Lautsprecher, Leuchten etc. perfekt in die Klimadecken integrieren. Trotz dieser ausgeprägten Funktionalität bieten unsere vielseitigen, akustisch wirksamen Decken einen sehr großen gestalterischen Freiraum.


Empfohlene Decken:

 

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Ballwurfsicherheit

Decken- und Lichtlösungen für Sporthallen

Decken in Sporthallen müssen deutlich mehr aushalten als jede andere Decke in einem Schulgebäude. Bälle prallen mit voller Wucht gegen die Deckenfläche oder die installierten Leuchten. Deshalb ist es entscheidend, dass ballwurfsichere Systeme gewährleisten, dass alle montierten Elemente zuverlässig an ihrem Platz bleiben.

Die Anforderungen an solche Decken sind in der DIN 18032 festgelegt. Der Nachweis erfolgt gemäß DIN 18032‑3: Dabei wird ein Handball wiederholt und mit hoher Geschwindigkeit aus verschiedenen Winkeln auf die abgehängte Metalldecke geschossen. Eine Decke gilt nur dann als „ballwurfsicher“, wenn keine kritischen Verformungen entstehen und sich keine Bauteile lösen oder herabfallen. Diese Prüfung umfasst immer auch alle integrierten Einbauten wie beispielsweise Leuchten.

Die TAIFUN-Produktreihe erfüllt sämtliche Anforderungen dieser Norm. Sie kann sowohl als Streckmetalldecke als auch als geschlossene Metalldecke ausgeführt werden. Mit der richtigen Planung lassen sich zudem die schallschutztechnischen Vorgaben erfüllen, sodass eine gute Sprachverständlichkeit gegeben ist und die Lärmbelastung in der Halle spürbar reduziert wird.

Geprüfte, nahtlos integrierbare Leuchten von durlum ergänzen die TAIFUN-Decken optimal. Sie sorgen für eine gleichmäßige, blend- und schattenfreie Ausleuchtung und tragen zu einem harmonischen Gesamtbild in der Sporthalle bei.


Empfohlene Decken und Leuchten:

 

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Außenbereich

Metalldecken für überdachte Außenbereiche

Metalldecken im überdachten Außenbereich, wie z.B. Vordächern oder Innenhöfen, sind ein ästhetisches, architektonisches Gestaltungselement. Gleichzeitig müssen sie hohen Windlasten und einer korrosionsfördernden Atmosphäre standhalten und die entsprechenden Standards erfüllen. 

Die Windlasten werden dabei gemäß DIN EN 1991 (Eurocode 1) für jedes Gebäude sowie jede Deckenfläche individuell ermittelt. Die Anforderungen an den Korrosionsschutz definiert die DIN EN 13964, ergänzt durch das Technische Handbuch für Metalldeckensysteme (TAIM).

Mit dem geprüften und standardisierten System S7 EXTERIOR steht eine Metalldecke zur Verfügung, die als geschlossene Außendecke oder offene Streckmetalldecke eingesetzt werden kann. Sie erleichtert Planern, Architekten und Trockenbauern die zuverlässige und normkonforme Umsetzung von Außendecken.

Neben diesem Standardsystem können auch andere Lösungen, wie z.B. das Vertikallamellensystem POLYLAM oder verschiedenste Rasterdecken, für den geschützten Außenbereich adaptiert werden, um maßgeschneiderte, projektspezifische Deckenlösungen zu realisieren.


Empfohlene Decke:

 

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Brandverhalten

Geprüfte Metalldecken für maximale Sicherheit

Für Schulgebäude gelten in Deutschland besondere Anforderungen an den Brandschutz. Sie ergeben sich aus der jeweiligen Landesbauordnung (LBO), der Musterbauordnung (MBO) sowie der Muster‑Schulbau‑Richtlinie (MSchulbauR). Diese Vorgaben legen fest, dass bei Bauprodukten ausschließlich nicht brennbare, schwer entflammbare oder normal entflammbare Materialien verwendet werden dürfen.

Ziel dieser Anforderungen ist es, die Ausbreitung von Flammen, die Entwicklung von Rauchgasen sowie brennendes Abtropfen oder Abfallen von Bauteilen zu verringern oder vollständig zu verhindern. Das Brandverhalten von Bauprodukten – wie zum Beispiel Metalldecken – wird in Deutschland nach DIN 4102‑1 in Baustoffklassen und auf europäischer Ebene nach EN 13501‑1 in Brandverhaltensklassen eingestuft.

Das europäische System umfasst sieben Klassen (A1, A2, B, C, D, E, F) und bewertet zusätzlich die Rauchentwicklung (s = smoke) sowie das brennende Abtropfen oder Abfallen (d = droplets).

Unsere Metallakustikdecken erfüllen standardmäßig die Klassifizierung A2‑s1,d0 (nicht-brennbar) nach EN 13501‑1. Das bedeutet: Sie sind nicht brennbar, entwickeln nur gering Rauch und zeigen kein brennendes Abtropfen.


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Beleuchtung

Ganzheitliche Lichtlösungen für Bildungseinrichtungen

Gutes Licht spielt eine zentrale Rolle für erfolgreiches Lernen. Eine gut geplante Beleuchtung unterstützt nicht nur die Konzentration der Schülerinnen und Schüler, sondern trägt auch zur allgemeinen Lernatmosphäre und zum Wohlbefinden bei. Da Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihres Tages in der Schule verbringen, wirkt sich die Qualität der Beleuchtung unmittelbar auf ihre Leistungsfähigkeit aus. Modernes, nachhaltiges Lichtmanagement mit geeigneten Leuchten und der Einbeziehung des Tageslichts orientiert sich am Tageslichtverlauf, unterstützt den Biorhythmus, macht lernen leichter und ist auf die verschiedenen Bereiche in Schulen abgestimmt.


Klassenzimmer

Flexible Lernformen erfordern Raum- und Beleuchtungskonzepte, die sich problemlos an unterschiedliche Unterrichtssituationen anpassen lassen. Natürliches Tageslicht bildet dabei die Basis und wird durch künstliche Beleuchtung mit intelligentem Lichtmanagement sinnvoll ergänzt. Wichtig ist, dass der Raum gleichmäßig und blendfrei ausgeleuchtet ist, damit konstante und angenehme Lichtverhältnisse entstehen.

Gemäß DIN EN 12464‑1 sollte die Beleuchtungsstärke mindestens 500 Lux betragen; in den frühen Morgen- und Abendstunden werden sogar 750 Lux empfohlen. Neben der allgemeinen Raumbeleuchtung müssen auch vertikale Präsentationsflächen wie Tafeln, Whiteboards oder Monitore homogen und ausreichend hell beleuchtet werden. Für nicht selbstleuchtende Flächen empfiehlt die Norm eine gleichmäßige, mittlere vertikale Beleuchtungsstärke zwischen 500 und 750 Lux sowie einen Farbwiedergabeindex von mindestens Ra 80. Auf Monitorflächen hingegen sollte möglichst wenig Licht direkt auftreffen, um Spiegelungen und Blendungen zu vermeiden.


Fachräume

Praxisräume und Labore für naturwissenschaftliche Fächer sowie Werkstätten, Kunst‑, Musik‑ und Medienräume stellen besondere Anforderungen an die Beleuchtung. Sie benötigen eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux; für Kunsträume empfiehlt die DIN EN 12464‑1 sogar mindestens 750 Lux. In Fächern, in denen eine präzise Farbwahrnehmung entscheidend ist, muss zudem eine gute bis sehr gute Farbwiedergabe (Ra ≥ 90) gewährleistet sein. Unabhängig von diesen Vorgaben ist in allen Fachräumen eine blendfreie, harmonische Lichtverteilung ohne störende Schatten essenziell. Ideal ist eine Ausstattung mit Lichtmanagementsystemen, die sich flexibel an verschiedene Unterrichtssituationen anpassen lassen.


Aula, Hörsaal, Auditorium

Die Aula ist in Schulen meist der größte Raum und wird – ähnlich wie Hörsäle und Auditorien an Hochschulen – sehr vielseitig genutzt. Das erfordert eine besonders flexible Lichttechnik. Hörsäle und Auditorien mit fester, ebener oder leicht ansteigender Bestuhlung lassen sich in der Regel wie normale Unterrichtsräume beleuchten. Bei stark ansteigender Bestuhlung ist jedoch eine sorgfältigere Planung nötig, um eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke sicherzustellen und Blendung zu vermeiden.

Für Hörsäle schreibt die DIN EN 12464‑1 eine Mindestbeleuchtungsstärke von 500 Lux vor, empfehlenswert sind jedoch 750 Lux. Im Vortrags‑ und Präsentationsbereich sollte die Beleuchtungsstärke sogar bei 750 Lux bis 1.000 Lux liegen.


Bibliothek

Das Herzstück jeder Bibliothek sind die Regale mit den Büchern und sonstigen Medien. Sie sollten mit einer homogenen vertikalen Beleuchtungsstärke zwischen 200 und 300 Lux erhellt werden. Zusätzlich ist eine gute Farbwiedergabe von mindestens Ra 80 zu empfehlen. Im Lesebereich und den Computerarbeitsplätzen fördern Beleuchtungsstärken zwischen 500 und 750 Lux die Konzentration und das Wohlbefinden.


Lehrerzimmer und Büro

An Arbeitsplätzen, an denen vor allem gelesen und geschrieben wird, ist eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux erforderlich. Im Lehrerzimmer genügt eine Mindestbeleuchtungsstärke von 300 Lux, während für Kopierbereiche oder Lagerräume 100 bis 300 Lux völlig ausreichen.

Da Lehrerzimmer etc. als Arbeitsräume bzw. Sozialräume eingestuft sind, gelten hier zusätzlich die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A3.4, Arbeitsstättenverordnungen und das Arbeitsschutzgesetz. Entsprechend muss direkte und indirekte Blendung durch Leuchten und Tageslicht vermieden werden.


Verkehrsfläche

Nach der Norm liegt die minimale Beleuchtungsstärke in Korridoren bei 100 Lux. Bei der Planung sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Helligkeitsunterschiede zu den angrenzenden Bereichen nicht zu groß ausfallen, um eine angenehme und sichere Orientierung zu gewährleisten. Treppen müssen aus Sicherheitsgründen blendfrei und ohne harte, lange Schatten ausgeleuchtet sein. Für Bildungseinrichtungen liegt der Richtwert bei 150 Lux, empfehlenswert sind jedoch 200 Lux, um eine noch bessere Sicht und Trittsicherheit zu gewährleisten.


Cafeteria und Mensa

Helle, lichtdurchflutete Räume mit viel Tageslicht fördern das Wohlbefinden und tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler zur Ruhe kommen. Als Ergänzung zum Tageslicht eignet sich eine ausgewogene, schlagschattenfreie und blendfreie Beleuchtung, die idealerweise über ein Lichtmanagementsystem gesteuert wird. Die DIN EN 12464‑1 fordert für Schulkantinen eine Mindestbeleuchtungsstärke von 200 Lux. Theken, Kassen und Ausgabebereiche sollten jedoch ein eigenes Lichtkonzept erhalten, das ein höheres Beleuchtungsniveau und eine hohe Farbwiedergabe bietet, damit Speisen ansprechend präsentiert werden.


Sporthalle

Die variable Nutzung von Sporthallen erfordert eine flexible Lichtsteuerung, die hohe Lichtstärken aber auch dezente Lichtstimmungen ermöglicht. Entscheidend ist dabei eine gleichmäßige, blendfreie vertikale und horizontale Ausleuchtung mit guter Farbwiedergabe sowie der Einsatz ballwurfsicher geprüfter Leuchten.

Für den Schulsport sind gemäß ASR A3.4 und DIN EN 12464-1 mindestens 300 Lux vorgeschrieben. Für Vereinssport und Wettkämpfe legt die DIN EN 12193 je nach Beleuchtungsklasse und Sportart Beleuchtungsstärken von 200 bis 750 Lux fest.


Pausenhof und Parkplatz

Der Schwerpunkt der Beleuchtung auf Pausenhöfen liegt auf Sicherheit und guter Orientierung. Dafür eignen sich robuste Leuchten mit mindestens IP44, die horizontale und vertikale Flächen gleichmäßig und blendfrei ausleuchten.


Moderne Beleuchtung, integriert in unsere Metalldecken

durlum ist der ideale Partner für Bauherren, Architekten und Lichtplaner, wenn es um die Beleuchtung von Schulen und anderen Bildungsstätten geht. Unsere Lichtlösungen lassen sich präzise auf jeden Bereich abstimmen – vom Klassenzimmer über Fachräume bis hin zu Sporthallen und Aulen – und schaffen so jederzeit optimale Bedingungen für Lernen, Wohlbefinden und Sicherheit.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass unsere Leuchten nahtlos in durlum‑Deckensysteme integriert werden können. So erhalten Planende und Verantwortliche alles aus einer Hand: effizient, durchdacht und dauerhaft zuverlässig.


Lichtlösungen:

 

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Tageslicht

Tageslichtlenkung, die Räume formt und Lernen inspiriert

Für Schulen gelten in Deutschland mehrere gesetzliche und normative Vorgaben für Tageslicht. Viele Landesbauordnungen verlangen, dass die Fensterfläche mindestens 10 % der Raumfläche ausmacht. Auf europäischer Ebene definiert die EN 17037 zusätzlich Qualitätskriterien für Tageslicht in Gebäuden

Tageslicht gelangt in erster Linie über die Fensterflächen in den Raum. Dabei entstehen jedoch zwei grundlegende Herausforderungen: Zum einen nimmt die Beleuchtungsstärke mit zunehmender Raumtiefe deutlich ab, wodurch eine ungleichmäßige Lichtverteilung entsteht. Zum anderen führt direkte Sonneneinstrahlung in fensternahen Bereichen häufig zu Blendung. Die Folge ist, dass der Sonnen- oder Blendschutz geschlossen und anschließend Kunstlicht aktiviert wird; trotz eigentlich ausreichendem Tageslichtangebot.

Die Lösung bietet eine intelligente Tageslichtlenkung. Hierbei lenken spezielle reflektierende Lamellen, die gleichzeitig als Sonnenschutz dienen, das einfallende Tageslicht kontrolliert an die Decke. Hochreflektierende Deckenelemente im Fensterbereich führen das Licht weiter in den Raum. Damit die Ausleuchtung gleichmäßig, diffus und blendfrei bleibt, sind die Elemente, die tiefere Raumzonen erreichen sollen, gezielt gewinkelt.

In Kombination mit einer tageslichtabhängigen Kunstlichtsteuerung entsteht ein besonders effizientes Beleuchtungssystem: Es reduziert den Energieverbrauch erheblich, verbessert die Lichtqualität im gesamten Raum und sorgt für einen hohen visuellen Komfort. Dies erhöht die Nutzungsqualität der Räume und unterstützt eine angenehmere, konzentriertere Lernatmosphäre.


Empfohlene Systeme:

 

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Nachhaltigkeit

durlum gestaltet die Zukunft mit nachhaltigen Lösungen

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die durlum Unternehmensgruppe. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen entscheidet zunehmend darüber, wie wettbewerbsfähig, zukunftssicher und attraktiv ein Unternehmen ist. Steigende Energiepreise, neue gesetzliche Vorgaben sowie die wachsenden Erwartungen von Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden führen dazu, dass nachhaltiges Handeln heute zu einem wichtigen Bestandteil strategischer Unternehmensführung geworden ist.

Ein wichtiger Grund für dieses Umdenken sind die wirtschaftlichen Vorteile, die Nachhaltigkeitsmaßnahmen mit sich bringen. Energieeffiziente Technologien, optimierte Produktionsabläufe senken langfristig die Betriebskosten. Doch nicht nur wirtschaftliche Argumente zählen: Auch der Druck seitens Politik und Gesellschaft wächst. Auf nationaler und europäischer Ebene werden Klimaschutz- und Energieeffizienzrichtlinien stetig verschärft. 

Zudem erwarten sowohl Kunden als auch Geschäftspartner zunehmend Transparenz und ökologische Verantwortung. Anforderungen, die sich direkt auf Kaufentscheidungen und Lieferketten auswirken. Um diese Ziele strukturiert verfolgen und belegen zu können, spielen Umweltstandards eine zentrale Rolle. Sie geben Orientierung und schaffen Vergleichbarkeit. In unserer Branche lassen sich folgende drei Haupttypen unterscheiden:


Umweltstandards für Unternehmen

Hier sind vor allem Zertifizierungen wie ISO 14001, das global anerkannte Umweltmanagementsystem, und ISO 50001, der international etablierte Standard für Energiemanagement, von zentraler Bedeutung. Sie unterstützen Organisationen dabei, ihre Prozesse nachhaltig und energieeffizient zu gestalten sowie kontinuierlich zu verbessern. 

Für Industriebetriebe wie durlum bedeutet die Umsetzung der ISO 50001 insbesondere die systematische Erfassung und Analyse von Energieverbräuchen, die Identifikation von Einsparpotenzialen sowie die verbindliche Verankerung energiebezogener Ziele und Maßnahmen im operativen Betrieb – ein Aspekt, der seit 2012 fester Bestandteil unserer Audits ist. Dieses klare Zeichen für das Engagement von durlum in den Bereichen Umwelt- und Energiemanagement ist nicht regional begrenzt, sondern gilt global. So ist z.B. auch unser Standort in Indien sowohl nach ISO 14001 als auch nach ISO 50001 zertifiziert.


Umweltstandards für Produkte

Für die Decken-Produkte von unseren Produktionsstandorten Beromünster, Schopfheim und Bexbach sind vor allem die Umweltproduktdeklarationen (EPD) von Bedeutung. Sie zeigen auf wie ein Produkt die Umwelt beeinflusst – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Entsorgung oder Wiederverwertung. Dabei folgt sie folgt internationalen Normen (z.B. ISO 14025 und EN 15804) und basiert auf einem Life  Cycle Assessment, also einer Lebenszyklusanalyse.


Umweltstandards für Gebäude

Für Gebäude gibt es verschiedene Umweltstandards und Zertifizierungssysteme, die Nachhaltigkeit ganzheitlich bewerten, also von Energieverbrauch über Materialien bis hin zum Nutzerkomfort. Die wichtigsten sind: DGNB, LEED und BREEAM.Da sie ausschließlich für das ganze Gebäude vergeben werden, können durlum Produkte nicht damit ausgezeichnet werden. Allerdings können unsere Produkte dazu beitragen, dass ein Gebäude DGNB-, LEED- oder BREEAM-Standard erreicht, da unsere Produktplanung, Materialien und Herstellungsprozesse höchsten Umweltanforderungen genügen.


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